Foto: Thomas Dietz
Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt mit Kräutersegnung
Kostbar ist sie, die mit viel Blattgold geschmückte Madonna in St. Josef aus der Barockzeit. Was hat Menschen veranlasst, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach Krieg und Katastrophen solch ein wunderbares Kunstwerk zu schaffen? Am 15. August feiern Katholiken das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel. Die Mutter Gottes wird als wichtigste Heilige verehrt, sie stimmte Gottes Willen zu, sie glaubte an ihren Sohn während seines gesamten Wirkens, sie ist Beispiel für die Vollendung eines Menschen in Gott.
Im Magnifikat (Lukas 1,46-55), dem großen Lobpreis Mariens preist sie die Größe Gottes, sie kündigt eine Perspektive in Gott an für Arme, Entrechtete und Verzweifelte.
Maria als Mut Macherin, sie lehrt uns, so Pfarrer Stefan Möhler in seiner Predigt Vertrauen auf eine andere Wirklichkeit. Wir sind aufgerufen, heute und morgen anzupacken, um unsere Welt gut zu gestalten. Stärkend können dabei Heilkräuter wirken, traditionell findet an Mariä Himmelfahrt daher in vielen Gemeinden eine Kräutersegnung statt, ein alter Brauch, der seit Jahrhunderten gepflegt wird. Der Duft zahlreicher Heil-Kräuter, die zu Würzbüscheln gebunden werden, erfüllt den Altarraum. Jede Heilpflanze hat neben ihrer medizinischen Wirkung eine spirituelle Bedeutung.
In den Fürbitten erfuhren wir von der symbolischen Wirkkraft einiger bekannter Heilpflanzen, wie z.B. der Kamille mit ihrer entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Wirkung wie auch dem Johanniskraut zur Stimmungsaufhellung in dunklen Zeiten.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für einen inspirierenden Gottesdienst.
Gabriele Alf-Dietz