Foto: Helga Schulz Blank
Im Dezember 2015 wurde das Kneippen offiziell von der Deutschen UNESCO-Kommission zum Immateriellen Kulturerbe erklärt.
Daran erkennen wir die Bedeutung des klassischen Naturheilverfahrens nach Kneipp auch heute, im 21. Jahrhundert. Der Kneipp-Bund sieht dies einerseits als große Wertschätzung, versteht es andererseits als Auftrag, dieses traditionelle Wissen zu bewahren, es weiterzugeben und es gleichzeitig – auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse – weiterzuentwickeln. Wir, der Kneipp Verein Esslingen versuchen ebenfalls Ihnen dieses Wissen zu vermitteln und Sie anzuregen, sich bei uns zu engagieren. Jetzt, im Frühling sollten wir uns mit Kräutern beschäftigen, z.B. mit der Brennnessel. „Die Brennnessel hat in der Tat für Kenner den größten Wert“, befand nicht erst Sebastian Kneipp. Medizinisch verwendet man überwiegend Blätter oder Wurzeln der großen Sorte. Die Blätter enthalten Mineralsalze wie Kalium, Kalzium und Kieselsäure. Das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe der Blätter erhöht den Harnfluss, schwemmt Ödeme aus und soll die Ausscheidung von Harnsäure fördern. Sie enthält entzündungshemmende Stoffe und lindert daher rheumatische Beschwerden. Vitamine und Spurenelemente sollen allgemein das Immunsystem stärken. Die entzündungshemmende und abschwellende Wirkung der Wurzeln macht die Brennnessel zu einem anerkannten Naturheilmittel bei Protatabeschwerden. Brennnesseln werden üblicherweise als Tee, Tabletten oder Frischpflanzensaft angewendet. Sie könnten jetzt eine sechswöchige Kur machen, sollten sich aber bei Unsicherheiten von Ihrem Hausarzt beraten lassen.
Ihre Helga Schulz Blank helgaschulzb@gmail.com 01704755442

