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Parents for future

Kein Kanzler der Herzen

Foto: Parents for Future Esslingen

Es ist gewählt. Der Schock sitzt tief. Ein Tag vor seiner Wahl hat der neue Bundeskanzler Menschen, die in den letzten Monaten und Jahren für Demokratie und für konsequente Klimapolitik auf die Straße gegangen sind, „linksgrüne Spinner“ genannt, die „nicht mehr alle Tassen im Schrank haben“. Wir sind seinen Worten nach keine Mehrheit (obwohl 50% Mitte-links gewählt haben, aber gut, lassen wir das, hier hilft keine rationale Argumentation). Mitte-Links-Wähler*innen dürften zwar noch „da draußen rumlaufen“, aber er mache jetzt Politik für die – rechte?, meint er wahrscheinlich? – Mehrheit im Lande. Nicht dass wir von den Parents gedacht hätten, er mache jetzt sozialere oder konsequentere Klimapolitik als die Regierung zuvor, aber so ausgeschlossen und beschimpft haben wir uns noch nie von einem Kanzler gefühlt. CDU/CSU scheinen – und das haben sie mit der AFD gemeinsam – eine Vertrumpisierung in Sprache und Aktion im Sinn zu haben. Es macht uns traurig und besorgt, weckt aber auch unseren Widerspruchsgeist. Wir werden alles dafür tun, den Rechten den Wind aus den Segeln zu nehmen und der Klimagrechtigkeit wieder den so dringend notwendigen Rückenwind zu verschaffen. Wir hoffen, die Mehrheit der Deutschen bleibt wachsamer als je zuvor und hat Fokus auf die wirklich wichtigen Themen.