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Bündnis für Klimagerechtigkeit Esslingen

Jeder Euro für Fahrradinfrastruktur spart Geld!

Foto: Bündnis Esslingen aufs Rad

Was wie unseriöse Werbung klingt ist das Ergebnis einer Studie von Professor Stefan Gössling “Kostenvergleich Auto-Fahrrad”. Die Europäische Kommission schlägt vor, bei Kosten-Nutzen-Analysen sieben Kriterien zu berücksichtigen, darunter Reisezeit, Betriebskostenänderungen, Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung und Klimagasemissionen. Während Prof. Gössling anmerkt, man müsste eigentlich weitere Parameter einbeziehen, interessieren wir uns angesichts der städtischen Haushaltslage nur für das, was die öffentlichen Haushalte belastet und das sind die Kosten für Bau und Unterhalt von Strassen.
Prof. Gössling berechnet, dass die Allgemeinheit für Erstellung und Unterhalt von Strassen 8,8 Ct/pkm (pkm=Personenkilometer) aufwendet, für den Radverkehr dagegen nur ca. 0,6 Ct/pkm.

Wer nun einwendet, die Autofahrer zahlten ja auch mehr Steuern, verkennt, dass die KfZ-Steuern nicht ausreichen, die Belastungen für die Allgemeinheit zu bezahlen.

Also: Auto stehen lassen und mit dem Rad fahren, wo und wann immer das möglich ist und der Stadtkasse helfen!

Mehr als der Stadtkasse spart man für sich selbst, denn der Gesundheitseffekt des Radfahrens 54,4 Ct/pkm wert, davon 32,1 Ct für die Allgemeinheit.

Aktuell wird ja die Adenauerbrücke geschont, später etwas aufgepeppelt, denn sie soll während der Sperrung der Vogelsangbrücke zusätzlichen Verkehr aufnehmen. Wäre es da nicht besser, auf der Adenauerbrücke dauerhaft eine echte Radspur einzurichten?