ANZEIGE
Kategorien
Hospiz Esslingen der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde

Jahrgangskasse kommt der Hospizarbeit zu Gute

Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

Vor der Corona-Pandemie hat der Jahrgang 38/39 von Menschen aus den Esslinger Stadtteilen Wäldenbronn, St. Bernhardt und Wiflingshausen regelmäßig mehrtägige Reisen gemacht. „Jetzt treffen wir uns zweimal im Jahr im Dulkhäusle“, erzählt Alfred Bantzhaff. Größere Ausflüge habe man nicht mehr vor. Weil man das Geld aus der Jahrgangskasse deshalb nicht mehr benötige, wollte man es einem guten Zweck zukommen lassen. Die große Mehrheit der rund 30 Männer und Frauen des Jahrgangs, die regelmäßig zusammenkommen, entschied sich für die Hospizarbeit. Das Hospiz sei eine wichtige Einrichtung, so Alfred Bantzhaff. Und auch die Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden liege dem Jahrgang am Herzen.

1000 übergaben Alfred Bantzhaff und Dieter Spanbalch an Marianne Hertle, die Vorsitzende des Fördervereins, und Schatzmeister Joachim Exner. Marianne Hertle bedankte sich für die großzügige Spende, die ausschließlich der Esslinger Hospizarbeit zu Gute kommt. Seit 2008 habe man 1,4 Millionen Euro an das Hospiz gegeben, rechnet Joachim Exner vor.

Oft sind es Dinge, die das Leben und die Arbeit im Hospiz erleichtern. Dazu gehörten in jüngster Zeit eine Klimaanlage und vor kurzem eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die den nötigen Strom dafür klimaneutral liefert. „Das erschien uns eine sinnvolle Investition auch in den Klimaschutz“, sagte Marianne Hertle. Aber auch die Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen, die Trauerarbeit und andere Aktivitäten unterstützt der Förderverein.

„Wir sind sehr dankbar, dass der Förderverein so tolle Sachen finanziert“, sagt Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz Esslingen.
Das Geld wird in das nächste Förderprojekt fließen: Die Eingangstür soll so umgerüstet werden, dass künftig das Personal auch vom Obergeschoss aus sehen kann, wer vor der Tür steht. Man sei bisher ein offenes Haus gewesen, betont Kränzle. Doch vor kurzem konnte ein „ungebetener Gast“ ins Haus gelangen und einen Gast bestehlen. Deshalb muss die Tür jetzt zubleiben.