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Hospiz Esslingen der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde

Gute Erinnerungen an das Hospiz

Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

„Spenden statt Schenken“ ist seit Jahren das Motto des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg e.V. Statt Weihnachtsgeschenke zu verteilen, werden soziale Einrichtungen und Zwecke mit einem Teil des Erlöses aus der Soziallotterie bedacht. In diesem Jahr habe sich das Team für Hospizeinrichtungen entschieden, erklärt Projektleiterin Anita Bartolcic. Jeder im Team habe 1000 Euro zur Verfügung gehabt.

Für sie sei gleich klar gewesen, wohin ihr Anteil gehen sollte: „Mein Vater ist im Sommer 2015 im Hospiz Esslingen verstorben. Da kam für mich nichts anderes in Frage.“ Sie und ihre Familie hätten damals sofort die besondere Atmosphäre des Hauses gespürt, wo sie nicht nur ihren Vater, sondern auch sich selbst gut aufgehoben und beraten gefühlt hätten. Auch dass sie jederzeit zu Besuch kommen konnten und ausreichend Zeit für einen würdevollen Abschied gehabt hätten, habe sie beeindruckt, erzählte Bartolcic. „Wir waren sehr froh, dass er dort einen Ort gehabt hat, wo er sich gut versorgt fühlte.“ Jetzt wolle sie mit ihrer Spende von 1000 Euro etwas zurückgeben.

Den symbolischen Scheck übergab sie an Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz. Diese bedankte sich für die großzügige Spende. „Es freut uns sehr, dass Sie an uns gedacht haben, und dass das Hospiz bei Ihnen in so guter Erinnerung ist“, sagte sie. Das Geld kommt dem stationären Bereich des Hospiz mit seinen acht Plätzen zu Gute. „Die Tagessätze der Kranken- und Pflegekassen decken nicht die vollen Kosten. Das ist vom Gesetzgeber so gewollt, damit Hospize keinen Gewinn machen“, erklärte Kränzle. Bis zu 200 000 Euro müssten jährlich vom Träger, der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen, aus Spenden für den laufenden Betrieb aufgebracht werden. Die Spendensumme komme aus vielen kleinen und auch größeren gespendeten Beträgen zusammen.