Foto: TERRE DES FEMMES
Der Termin der Landtagswahl am kommenden Sonntag fällt zusammen mit dem Internationalen Frauentag. Deshalb stellen OMAS GEGEN RECHTS Esslingen das Thema Frauenrechte in den Mittelpunkt. Der erste Frauentag wurde auf Vorschlag der Sozialistin Clara Zetkin (1857–1933) noch vor dem Ersten Weltkrieg begangen. Damals war das wichtigste Ziel die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen, das in Deutschland 1919 eingeführt wurde. Seitdem haben Frauen in ihrem Kampf für Gleichberechtigung einiges erreicht: Zum Beispiel wird 1928 das Züchtigungsrecht des Mannes an seiner Ehefrau abgeschafft, 1980 wird das Gesetz zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz beschlossen und 2016 das neue Sexualstrafrecht, in dem der Grundsatz „Nein heißt Nein“ verankert ist.
Rechtspopulisten sind gegen Frauenrechte. Sie vertreten nicht nur ein traditionelles Familienbild, sondern sprechen sich auch für traditionelle Geschlechterrollen aus. Im Programm der AfD heißt es, „dass sich die Familienpolitik des Bundes und der Länder am Bild der Familie aus Vater, Mutter und Kindern“ orientieren soll. Damit werden andere Formen des Zusammenlebens ausgeschlossen. So sollen Errungenschaften, wofür Frauen in den letzten Jahrzehnten gekämpft haben, nach dem Willen von Rechtspopulisten wieder abgeschafft oder zurückgeschraubt werden.
Diskutieren Sie mit uns über die Geschichte der Frauenbewegung an unserem Infostand am Samstag, 7. März, von 10.30 bis 14 Uhr, Ecke Küfer-/Ritterstraße.

