Foto: Wikimedia Commons/Silesia711 CC BY-SA
In den kommenden Wochen wird unser Gemeinderat darüber entscheiden, wie es hier mit dem Linienbusverkehr langfristig weitergehen wird!
Derzeit schickt der Städtische Verkehrsbetrieb SVE 67 Fahrzeuge auf die Straßen Esslingens, wo sie pro Jahr mehr als 3 Millionen Kilometer herunterspulen und 8,6 Millionen Fahrgäste befördern – ein großartiges Angebot an uns, aber natürlich auch eine enorme Verkehrs-, zum Teil auch Umweltbelastung: die Dieselbusse hängen am Erdöl, und sie verursachen Lärm und Abgase. Nicht nur wir Bürgerinnen und Bürger wünschen uns hier Entlastung, auch die Umweltgesetzgebung der EU macht diese Dieselbusse nach und nach zum Auslaufmodell.
Elektroantriebe wären die Alternative, aber dazu steht nun eine wichtige Entscheidung an: wollen wir auf solche Elektrobusse umsteigen, die mit einer sehr großen Batterie ausgestattet sind und bei den Fahrten ganz allein von der abhängen? Ihr Nachteil ist, dass sie im Tagesverlauf zeitweise stillstehen müssen, um die Batterie nachzuladen. Außerdem sind sie sehr schwer, was die ohnehin schon sanierungsbedürftigen städtischen Straßen und Brücken zusätzlich verschleißen würde.
Die andere E-Alternative: wir könnten das bereits vorhandene Oberleitungsnetz noch um 15 % ausbauen und, gestützt darauf, komplett auf Batterie-Oberleitungsbusse umstellen. Solche Elektrohybridbusse, von denen der SVE bereits seit vielen Jahren zehn Exemplare im Dauereinsatz hat, kommen mit einer deutlich kleineren Batterie aus, sind also leichter. Und sie können die Batterie im Fahren – nämlich in den Abschnitten mit Oberleitung – ständig nachladen. Und weil im Tagesdurchschnitt ein großer Teil der benötigten Energie nicht über die Batterie fließen muss, ist auch der Wirkungsgrad deutlich besser als beim reinen Batteriebus.
Ein elegantes, zukunftsweisendes Prinzip also – genau deswegen gäbe es dafür auch 27,4 Mio. € Fördergeld vom Bund.
Wir bitten den Gemeinderat, in den Sitzungen am 11. und 16. Dezember, um seine Zustimmung!