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Geschichts- und Altertumsverein Esslingen

Esslinger Altstadtviertele: Erbe eines Schiefers

Foto: Peter Dietl (GAV)

In Esslingen prägt ein besonderes architektonisches Erbe das historische Stadtbild: Schieferfassaden zieren bis heute zahlreiche Häuser der Altstadt und verleihen ihnen einen ganz eigenen Charakter. Dabei liegt Baden-Württemberg geologisch gesehen fernab bedeutender Schiefervorkommen, die sich für Fassadenverkleidungen eignen würden. Umso bemerkenswerter ist es, dass dieser markante Baustoff ab dem späten 19. Jahrhundert in Esslingen und Umgebung derart erfolgreich Einzug hielt. Eine zentrale Figur dieser Entwicklung war Karl Kaiser, Schieferdeckermeister und Innovator, dessen Arbeiten bis heute sichtbare Spuren hinterlassen haben.

Beim 12. Esslinger Altstadtviertele widmet sich der Vortrag „Das schwindende Erbe von Karl Kaiser – wie ein Schieferdachdecker das Stadtbild Esslingens prägte“ der systematischen Erfassung dieser wertvollen Bestände. Die Referentin Olga Arkhipkina vom Landesamt für Denkmalpflege beleuchtet deren Bedeutung und gibt fundierte Einblicke in Restaurierungstechniken. Zugleich verdeutlicht sie die Vorzüge von Schiefer gegenüber Putz- oder Holzfassaden: seine Langlebigkeit, die Witterungsbeständigkeit und das unverwechselbare Erscheinungsbild.

Moderiert wird der Abend von Dr. Christian Ottersbach. Die Veranstaltung findet am 26. März 2026 um 19 Uhr im Bürgersaals des Alten Rathauses statt. Der Eintritt ist frei; traditionell erwarten die Besucher Brezeln und ein Glas Esslinger Wein. Ein Abend für alle, die das historische Gesicht Esslingens schätzen.