Foto: Thomas Dietz
Am Gedenktag der beiden Apostelfürsten Peter und Paul am 29.Juni feiern wir das Patronatsfest, das „Paulusfest“ des Münsters St. Paul – einer Kirche, die für viele Menschen in unserer Stadt geistige Heimat für Gottesdienste und stilles Gebet ist. In seiner Predigt zum Festgottesdienst stellte Pfarrer Stefan Möhler die Bedeutung der beiden Apostel Petrus und Paulus in den Mittelpunkt. Beide Heilige werden aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die Kirche mit der ehrenvollen Bezeichnung „Apostelfürsten“ charakterisiert. Peter und Paul, zwei Apostel, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Paulus, der Intellektuelle, der seine Berufung das Evangelium zu verkünden direkt von Christus erhielt. Er zog durch den ganzen Mittelmeerraum und gründete zahlreiche Gemeinden. Und Petrus, Jünger Jesu, ein „Gefühlsmensch“, spontan, aber auch unstet. Er legte mit seinem Christus-Bekenntnis (Matthäus 16, 13-20) in eindrucksvoller Weise Zeugnis ab, gründete die Kirche in Rom und legte den Grundstein für das Papstamt. Im Brief an die Galater (1, 10-24) schildert Paulus seine Begegnung mit Petrus Kephas. Beide Apostel verkörpern auch das katholische Prinzip „Einheit in Vielfalt“ – heute wichtiger denn je. Es gilt den ökumenischen Dialog mit Gläubigen anderer christlicher Konfessionen zu stärken und das Petrusamt neu auszurichten, wie Papst Franziskus in seinem Dokument „Der Bischof von Rom“ schreibt.
Und die Zukunft unserer Kirche in Esslingen? Wir sind aufgerufen, so Pfarrer Stefan Möhler, Wege zu suchen, das Evangelium glaubwürdig zu verkünden sowie Antworten zu finden, wie Menschen auch bei kleiner werdendem Seelsorgeteam gut begleitet werden können. Wir alle Getauften bilden die Kirche – wir gehören zu einer Gemeinschaft mit unseren je unterschiedlichen Begabungen. Stellen wir uns diesen Herausforderungen, engagieren wir uns in unserer Kirche in einer zerrissenen Gesellschaft – seien wir Beispiel für „Einheit in Vielfalt“.
G. Alf-Dietz