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Ev. Kirchenbezirk Esslingen

Ein Theologe mit Leib und Seele sagt adieu

Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

„Alles hat seine Zeit“: Mit diesem Wort aus dem Buch Prediger war der Abschiedsgottesdienst für Dekan Bernd Weißenborn überschrieben. Nach 15 Jahren sagt er dem Evangelischen Kirchenbezirk Esslingen adieu. Viele Weggefährten, Menschen aus Kirche, Diakonie, Stadtgesellschaft und Politik waren in die Stadtkirche gekommen, um sich von Weißenborn und seiner Familie zu verabschieden.

Mit Bezug auf das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg, die am Ende des Tages alle gleich bezahlt werden, egal wie lange sie gearbeitet hatten, betonte Weißenborn, dass der Wert eines Menschen nicht von seiner Macht, seiner Leistung oder seinem Vermögen abhänge. Halt gebe vielmehr Gott, „der dem Ersten so viel gibt wie dem Letzten“. Gerade angesichts einer zunehmenden „Wir-zuerst-Mentalität“ sei diese Botschaft wertvoll. Die Kraft der Kirche hänge davon ab, ob sie die Botschaft des Evangeliums verinnerliche und veräußerliche, sodass sie öffentlich spürbar, sichtbar, hörbar werde.

Prälatin Gabriele Arnold, die den Dekan offiziell von seinem Amt entpflichtete, beschrieb Weißenborn als einen Theologen, der begeistert und begeisternd vom Evangelium erzähle – ein „Theologe mit Leib und Seele“, der in Esslingen viel bewirkt habe. 
Wie viele Dinge Weißenborn im Kirchenbezirk auf den Weg gebracht hat, betonten auch die Festredner: den Bau des ersten und bisher einzigen stationären Hospizes im Landkreis, eine neue Struktur für die evangelischen Kindertageseinrichtungen, ein Gewaltschutzkonzept und eine Neukonzeption für die kirchlichen Immobilien sind nur einige Punkte. Zudem habe Weißenborn stets klare Kante gezeigt gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus, so Arnold. Mehr unter www.ev-kirche-esslingen.de