Foto: Bildquelle: Stadt Esslingen, Grünflächenamt
Freie Wähler Esslingen
Esslingen macht sich auf den Weg. Der Klimawandel bedeutet wärmere Sommer und damit besonders in den Esslinger Tallagen auch mehr Wärme- und Hitzebelastung. Große Flächen, wie Marktplatz und Bahnhofsvorplatz bieten derzeit wenig Schutz vor Sonne oder ausreichend Schattenplätze. Individualverkehr und erhöhe Baustellentätigkeit wiederum bedeuten mehr CO2 in der Atmosphäre und langfristig Verstärkung der Folgen für den Klimawandel. Also gilt es jetzt Maßnahmen zu treffen, damit das Morgen noch gestaltet werden kann oder zumindest moderat ausfällt. Möglichkeiten sind Pflanzungen von weiteren Bäumen, die langfristig Schatten spenden, C02 binden und Wasser speichern oder im Boden binden. Dazu kommen Entsiegelung von Flächen für Abfluss von Wasser und damit Feuchtigkeitsbindung für später und Erhalt der Kaltluftzonen in den Höhenlagen, die die Lebensader für die Innenstädte sind.
Im Grünflächenamt werden nun aus den Entwurfsskizzen konkrete Pläne erstellt. Welche Bäume passen an welche Standorte und welche Flächen stehen für Bepflanzungen zur Verfügung oder könnten entsiegelt werden? Dazu gibt es auch ein Förderprogramm des Bundes. Aktuell müsste das aber im aktuellen Haushalt im Bund noch beschlossen werden – damit sind die Gelder noch nicht abrufbar. Matthias Scheider, kommissarischer Leiter des Grünflächenamtes hatte dazu kürzlich im Ausschuss Bauen, Mobilität und Klima (ABMK) die Vorschläge im Gepäck. Nun geht es an die weiteren Planungen und dann mit den Finanzen im Rücken in die Umsetzung. Kleinere Maßnahmen wie Baumpflanzungen sind an einzelnen Orten im Stadtgebiet schon erfolgt. Mittels Finanzspritze können so in den nächsten 3 Jahren rund 200 Bäume gepflanzt werden. „Ein wichtiger Schritt für die Tallagen“ betonten die beiden Stadtratskollegen Eberhard Scharpf und Michael Weinmann in der Sitzung des Ausschusses. Gehen wir es an – die Zeit drängt!