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Evangelisch-methodistische Kirche

Weltgebetstag mit Frauen von den Cookinseln

Foto: Claudia Anger

Jedes Jahr wird am ersten Freitag im März in mehr als 150 Ländern der Weltgebetstag der Frauen gefeiert und macht sich stark für Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. In diesem Jahr kam die Liturgie von den Cookinseln, einer Inselgruppe im Südpazifik. „Wunderbar geschaffen“ lautet das biblische Motto aus Psalm 139 und in der voll besetzten evangelisch-methodistischen Friedenskirche wurde am 7. März der Gottesdienst zum Weltgebetstag gefeiert.

Frauen der Friedenskirche hatten den Kirchensaal wunderbar geschmückt, denn die Cookinseln sind reich an exotischen Blumen und Früchten. Jede Besucherin bekam zur Begrüßung eine Blume aus Papier, denn die Frauen der Cookinseln tragen gern einen Blütenkranz – auch beim Kirchgang. Missionare unterdrückten die Kultur der einheimischen Maori und verboten die Blumenkränze im Gottesdienst, doch sie sind bis heute nicht wegzudenken aus dem Alltag der Menschen als Schmuck und Ausdruck ihrer Identität.

„“Kia orana“ – ein gutes und erfülltes Leben! Mit diesem Satz in der Maori-Sprache begrüßen sich die Menschen auf den Cookinseln und so wurden die Besucher:innen auch im Gottesdienst begrüßt..

Drei Frauen von den Cookinseln berichteten von ihren Erfahrungen als Frau in ihrem Land, dargestellt von Frauen aus den Innenstadtgemeinden. Erfahrungen in der Coronazeit, die Unterdrückung der Maori-Sprache in der Kindheit im englischen Bildungssystem und die Arbeit als Ärztin wurden thematisiert.

Die Fürbitten wurden von Esslinger Frauen in ihrer Muttersprache gesprochen: in griechisch, italienisch, spanisch, englisch. Die Kollekte, die für die weltweite Unterstützung von Frauen- und Mädchenprojekten bestimmt ist, ergab 1020 Euro.