Foto: Katja Beck
Die Februarsonne wärmt den kalten Bahnhofsvorplatz an einem Samstagvormittag. Ein junger Mann ist extra aus Reichenbach nach Esslingen gefahren, um Nachhilfe zu nehmen. Er ist von Esslingen begeistert und findet die Stadt sehr schön. Ein vergleichbares Nachhilfeangebot gibt es in seiner Heimat nicht.
Zwei Syrer, die in einer Unterkunft in der Pliensauvorstadt leben, suchen nach Deutschkursen, um ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Wir zeigen ihnen die Online-Seite des Landratsamtes Esslingen, die eine arabische Datei enthält, die jeden Schritt von der Antragstellung bis zur Kostenübernahme erklärt.
Ein junger Vater kommt mit seinem kleinen Sohn zum Einkaufen nach Esslingen. Er kennt bereits die Geschäfte, die er am liebsten besucht. Eine Rentnerin aus Mettingen fühlt sich sowohl in ihrer Heimat als auch auf dem Bahnhofsvorplatz zunehmend unwohl und unsicher. Sie ist der Meinung, dass obdachlose Menschen auf dem Platz und Unterführung besser versorgt werden sollten. Die Pliensaustraße habe sie auch schon schöner erlebt – es gibt zu viele Bäckereien und 1-€-Läden, viele kleine Geschäfte seien verschwunden und das Straßenbild habe sich deutlich verändert.
Eine Rentnerin kritisiert, dass das Stadtticket erst im Herbst kommt. Ein junger Mann aus Filderstadt bezeichnet Esslingen als „Stresslingen“ – besonders am Bahnhof erlebe er Gewalt und Schlägereien.
Zwei Iraner haben Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Einer von ihnen arbeitet in Heilbronn und pendelt von seinem Zimmer einer Plochinger Unterkunft. Ein Zimmer in Heilbronn kostet mittlerweile bis zu 700€, während er nur 1700€ verdient.
Eine junge Frau aus Stuttgart hingegen liebt den Charme der Altstadt.