Foto: Jörg Sanzenbacher
Kommenden Mittwoch, 11.12. stimmt der zuständige Ausschuss öffentlich darüber ab, ob die Stadt die geplante Elektrifizierung des städtischen Busverkehrs umsetzen soll: 16 Uhr, Altes Rathaus. Am 16.12. stimmt der Gemeinderat dann öffentlich darüber ab, ob die Stadt 52 Batterie-Oberleitungsbusse bestellen darf: ebenfalls 16 Uhr, Altes Rathaus. Die Stadt hat für eine solche Bestellung vom Bund eine Förderzusage in Höhe von 27,4 Mio € erhalten. Alle Beteiligte wissen, dass diese Millionen nur fließen, wenn der Gemeinderat am 16.12. der Bestellung zustimmt.
Die SVE sammeln seit Jahren Erfahung mit zehn modernen Batterie-Oberleitungsbussen. Die vorhandene Oberleitung liefert nicht nur Fahrstrom, sondern auch Ladestrom für die Akkus: “Durch einen Ausbau der Oberleitungen um 5km (15%) und durch Aufrüstung und Neubau der Gleichrichterunterwerke ist es möglich, den gesamten Busverkehr im Esslinger Stadtgebiet durch Batterieoberleitungsbusse zu bedienen.”*
In der Pliensauvorstadt wurde der Ausbau schon begonnen.
Technische Leiter der SVE Johannes Müller zu techn. Fakten (stichwortartige Zusammenfassung):
Wirkungsgrade im Vergleich: 77% Batterie-O-Bus, 66% Batterie-Bus, 26% Dieselbus, 22% Brennstoffzellenbus. O-Bus Infrastruktur ist billige Technik. Batterie-O-Bus kann 15 Jahre gefahren werden, alle anderen Technologien 10 Jahre.
Bürgermeister Ingo Rust zu betriebswirtschaftlichen Fakten:
Esslingen hat Oberleitungsmasten die bis zu 80 Jahre alt sind. Oberleitungen verursachen weder unbekannte noch hohe Kosten, Abschreibung Oberleitung geht über 20 Jahre. Erhebliche Kosten für Schnelladesysteme bei Akkubussen ohne Oberleitung. Vergabe an private Unternehmen nicht ausgeschlossen, bei der letzten Ausschreibung hatten sich 3 private Unternehmen beworben.
Künftige Kosten pro Jahr für die Stadt je nach Technikwahl:
Batterie-Oberleitungsbusse: 0,51 Mio €
Batteriebusse: 0,91 Mio – 2,26 Mio € (erhebliche Kostenrisiken)
*Beschlussvorlage