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Ev. Kirchenbezirk Esslingen

Tierische Umweltschützer

Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

kar ist im Wald in seinem Element: Jeder Tritt sitzt, wenn das tiefschwarze Arbeitspferd mit seiner langen Mähne und den kräftigen Beinen einen schweren Fichtenstamm zwischen am Boden liegenden Ästen und kleineren Stämmen an den Rand der Gasse zieht, die Daniel Fritz zuvor gekennzeichnet hat. Der Förster ist als Leiter des Reviers Plochingen auch für den rund 100 Hektar großen Kirchenwald zuständig, den die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Esslingen zwischen Plochingen und Aichwald besitzt.
Erstmals waren dort jetzt sogenannte Rückepferde im Einsatz, um einen Teil des gefällten Holzes abzutransportieren. Julian Sartorius hat sich auf die Arbeit mit Pferden im Wald spezialisiert. Ikars Aufgabe ist es, gefällte Stämme in die Reichweite der Forstmaschine von Sartorius zu transportieren. Zuvor hat Daniel Fritz Bäume fällen lassen, die den nach dem Orkan Lothar 1999 gepflanzten Eichen quasi die Luft zum Atmen nehmen. „Besonders schön gewachsene, vitale Bäume bleiben stehen, um sie herum wird ausgelichtet“, erklärt der Förster. Zusätzlich zu den Maschinen mit Pferden zu arbeiten, hält Fritz für eine gute Kombination in der Holzgewinnung. „Denn auf besonders verdichtungsempfindlichen Waldböden spielen sie im Vergleich zu Forstmaschinen ihren Vorteil der sehr bodenpfleglichen Holzernte voll aus“, so Fritz. Wird der Waldboden nämlich zu stark verdichtet, zerstört dies wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Es dauere oft Jahrzehnte, bis sich der Boden erhole. Ein schonender Umgang mit der Natur aber ist für ihn ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung. Das Herausziehen der Stämme durch Pferde schone auch den Bestand der übrigen Bäume, erklärt Fritz. Weil die Tiere sich gezielt ihren Weg zwischen den stehengebliebenen Stämmen suchen und weniger Platz brauchen, kommt es kaum zu Schäden an diesen Bäumen. Abschürfungen oder andere Verletzungen der Rinde bildeten die Eintrittspforte für Pilze und andere Schädlinge und genau dies wolle man vermeiden.