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FÜR Esslingen

Eine Zwiebel geht um die Welt

Foto: Hubert Bauer

Als am 4. Oktober das Tuch vom Zwieblinger Teufel fiel, ging es nur um eine alte Stadtsage: Die kluge
Marktfrau, die den Teufel mit einer Zwiebel überlistet. Was in den drei Wochen danach passierte, damit hätte wohl niemand gerechnet. Die Geschichte ging durch Tagesschau, ZDF, SWR, durch die FAZ,
SPIEGEL und ZEIT und durch Regionalzeitungen von München bis Sachsen.

Inzwischen haben auch The Times in London und ein New Yorker Kunstmagazin berichtet.

In der 4. Woche nach Einweihung der Zwiebelteufel-Statue finden sich weiter viele Besucher auf dem
Rathausplatz ein. Der aus mittelalterlichen Quellen geschürte Zorn gegen das Kunstwerk lässt merklich
nach. Der Publikumszuspruch bleibt ungebrochen. Für unsere Stadt Esslingen ist eine Medienpräsenz
entstanden, die vorab sicherlich keiner so geplant hatte. Das Personenwahlbündnis FÜR Esslingen will
das solidarische und kulturvolle Zusammenleben aller in Esslingen lebenden Menschen fördern.
Deswegen haben wir uns dem Wunsch nach einer öffentlichen Versammlung zur Verteidigung der
Kunstfreiheit in Esslingen geöffnet, nachdem die Statue Opfer von Vandalismus und Kunstfrevel wurde.
Am Montag, den 19. 10. versammelten sich dazu ca. 50 Personnen. An einem offenen Mikrofon
wurde insbesondere die Esslinger „AfD“ kritisiert, die seit April einen regelrechten Kreuzzug gegen diese
Schenkung der Sektkellerei Kessler inszeniert. Eine Rednerin: „Ich kann ja verstehen, dass die AfD sich
selbst getroffen fühlt durch die rafinierte Teufelsdarstellung. Auch die AfD trägt einen verführerischen
Mantel, der „Freiheit und Demokratie“ verspricht.“ Wir befürchten, dass bei weiteren Wahlsiegen der AfD,
Demokratie, wie Freiheit in Deutschland zu Grabe getragen werden!