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Sängerbund RSK

„Fetziges Magnificat“

Foto: Daimlerchor

Mit der ersten Aufführung ihres Programms „feel the groove“ haben die Chöre VoicES und Daimlerchor in der Stadtkirche Bad Cannstatt die Herzen des Publikums erobert. Dazu beigetragen haben ein Streichorchester der Musikschule Esslingen, Mitglieder der Daimler Big Band und die hervorragende Jazz-Sopranistin Sandra Hartmann. Das abwechslungsreiche Konzert begann mit der Ouvertüre für Streicher „ars musica longa, vita brevis“ des Esslinger Komponisten Frieder Kögel. Es folgte der Daimlerchor mit zwei gefühlvollen Liedern, dem Popsong „from a distance“ von Julie Gold und dem Gospel „Halleluja, salvation and glory“ Die VoicES stimmten u.a. mit dem Stück „It don‘t mean a thing, if it ain‘t got that swing“ dann bereits jazzige Töne an. Sie wurden von Gregor Wohak am Piano und Matthias Bürkle am Schlagzeug virtuos begleitet. Den furiosen Abschluss des Konzertes bildete die Aufführung des Magnificat von Christoph Schönherr. Der Komponist nutzt dabei Stilelemente des Swing, Jazz, Rock und Funk. Ihm ist es gelungen, die Polarität des Textes zwischen inniger Anbetung und eindeutiger Parteinahme für die Armen und Bedürftigen hörbar zu machen. Schlagzeug, Trompeten, Streicher, Klavier, Sängerinnen und Sänger fanden zu einem gewaltigen Gesamtklang zusammen, der von der ausdrucksstarken Stimme der Solistin überstrahlt wurde. Beim abschließenden „Amen“ wurde begeistert mitgeklatscht. „So fetzig habe ich das Magnificat noch nie erlebt“, sagte Dekan Schultz-Berg in seinem Schlusswort. Am Sonntag, 1. November um 18.00 Uhr im Neuen Blarer in Esslingen gibt es nochmals die Gelegenheit, dieses anspruchsvolle und mitreißende Konzert zu erleben. Karten gibt es online oder an der Abendkasse.