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Omas gegen Rechts Esslingen

Mahnwachen für Demokratie

Foto: OGR Esslingen

Auch am vergangenen Samstag hielten Omas gegen Rechts auf der Inneren Brücke eine Mahnwache ab. Sie zeigten Plakate mit der Aufschrift „Nie wieder ist schon jetzt“, hatten eine weißen Rose in der Hand und kamen mit Passanten ins Gespräch. Anlass war die Wahl von Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt und seines Stellvertreters Hans-Thomas Tillschneider. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind Mitglieder einer teils rechtsextremen Partei in die höchsten Staatsämter eines Bundeslandes gewählt worden. Rausch bekam dabei auch vier Stimmen von den Oppositionsparteien. 

Mit den Rosen erinnerten Omas gegen Rechts an die Widerstandsgruppe Weiße Rose, die 1942 von Studenten, darunter Hans und Sophie Scholl, gegen die nationalsozialistische Diktatur gegründet wurde. Die Aussage von Sophie Scholl „Man darf nicht nur dagegen sein, man muss etwas tun“ war ein Leitmotiv für die Mahnwache. Omas gegen Rechts sehen auch heute die Gefahr, dass rechtsextremistische Kräfte unsere Demokratie zerstören. Die Geschichte zeigt, dass Nicht-Hinschauen für unseren Rechtsstaat gefährlich ist. Unser Grundgesetz gibt die Richtung vor, die für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich ist. Daran wollen wir mit unseren Mahnwachen erinnern, die auch an den nächsten Samstagen stattfinden.