Foto: Hansjörg Keller
Wie kann Esslingen mit dem steigenden Parkdruck umgehen, ohne immer neue Flächen zu versiegeln? Die Grünen im Gemeinderat schlagen zwei verbundene Ansätze vor: Feierabend-Parken und Quartiersgaragen.
Beim Feierabend-Parken sollen private Stellplätze von Supermärkten, Unternehmen oder Büros außerhalb ihrer Betriebszeiten für AnwohnerInnen geöffnet werden. Vorbild ist Düsseldorf, wo so bereits mehr als 190 zusätzliche Parkplätze geschaffen wurden. Die Grüne Fraktion hat deshalb ein zunächst zwölfmonatiges Pilotprojekt beantragt.
„Tagsüber Kundenparkplatz, abends Anwohnerparkplatz: Wir wollen vorhandene Flächen intelligenter nutzen und dort, wo es sinnvoll ist, neue Lösungen schaffen“ so die Fraktionsvorsitzende Carmen Tittel.
Parallel dazu soll die Stadt Standorte für Quartiersgaragen identifizieren. Für besonders geeignete Flächen sollen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Auch Angebote wie Carsharing, Fahrradabstellplätze und Ladeinfrastruktur könnten integriert werden.
Für die Grünen geht es dabei um eine langfristige Neuordnung des öffentlichen Raums. „Eine Quartiersgarage kann mehr sein als ein Parkplatz. Sie kann Straßenraum freimachen für Bäume, Radwege, Fußgänger und mehr Aufenthaltsqualität“ erläutert Stadtrat Ben Baecker.
Feierabend-Parken und Quartiersgaragen sollen dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Während kurzfristig vorhandene Stellplätze besser genutzt werden können, sollen Quartiersgaragen langfristig den ruhenden Verkehr bündeln und Straßenräume entlasten. „Unser Ziel ist klar: weniger Parkdruck, weniger Flächenverbrauch und mehr Platz für ein lebenswertes Esslingen“ fasst Carmen Tittel zusammen.

