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Freunde Jüdischer Kultur Esslingen e.V.

Das Buch der Psalmen – ein gemeinsames Erbe

Foto: wikipedia vom 6.10.2026

Der Verein ‚Freunde der Jüdischen Kultur Esslingen‘ lädt ein zu einem Vortrag über das Buch der Psalmen. Dieses Buch, auch Psalter genannt, ist in einem Zeitraum von vierhundert Jahren entstanden. Dieser Prozess kam im 2. vorchristlichen Jahrhundert zum Abschluss. Seit jeher bewegt der Psalter die Gemüter. Als Gebet- oder Gesangbuch im privaten Leben der Gläubigen wie auch in den Gottesdiensten der jüdischen und der christlichen Tradition spielt er bis heute eine bedeutende Rolle. 

Gleichzeitig waren die Psalmen von Anfang an bei den Rabbinern Gegenstand ihrer Reflexionen, was ihren Niederschlag im Midrasch fand. Ebenso wurden sie durch die Kirchenväter interpretiert, die in ihnen ‘christliche’ Botschaften erkannten. Seit der Renaissance gewannen die Psalmen allmählich an Einfluss auch in der weltlichen Literatur, wo sie vor allem in der Poesie nachgeahmt wurden.

Aber wie viele Psalmen gibt es eigentlich und wie und wo wurden sie überliefert? Wo stimmen Christentum und Judentum darin überein und wo kommen sie zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen? Viele von diesen Fragen lassen sich anhand von mittelalterlichen Bibel-Handschriften beantworten. Dank der modernen digitalen Technologie ist es inzwischen möglich, diese bislang oft verborgenen Schätzen auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen und ihre Anziehungskraft zu präsentieren. 

Am Sonntag, 18.10.2026, wird Sebastian Seemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, dem interessierten Publikum die Ausstrahlungskraft mittelalterlicher Handschriften präsentieren und ihre Weisheit vorstellen. Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr im Theodor-Rothschild-Haus, Mülberger-Straße 146.