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Das schreibt der Hamburger Mobilitätsforscher Martin Randelhoff:
Zu billig, weil der Verkehr externe Kosten von rund 149 Mrd. Euro pro Jahr verursacht, die fast ausschließlich auf den Straßenverkehr entfallen. Zu teuer, weil die Mobilitätskosten gerade einkommensschwache und autoabhängige Haushalte stark belasten.
Der Staat verbilligt oft das Falsche: Statt die tatsächlichen Kosten des Verkehrs stärker den Verursachern anzulasten, fördern steuerliche Regelungen und Vergünstigungen emissionsintensives Fahren. Dienstwagenprivileg, Entfernungspauschale sowie Diesel- und Kerosinvergünstigungen summieren sich auf über 30 Mrd. Euro pro Jahr und wirken oft sozial unausgewogen.
Die größte Ungleichheit besteht räumlich, wobei nicht nur das Einkommen, sondern auch der Wohnort entscheidend ist. Am stärksten betroffen sind Haushalte mit wenig finanziellem Spielraum, die in schlecht erschlossenen Räumen auf das Auto angewiesen sind. Ihnen hilft langfristig nur eine verlässliche Alternative.
Kostenwahrheit und Bezahlbarkeit schließen sich nicht aus, wenn die Einnahmen nachvollziehbar verwendet werden: als Klimageld, als gezielte Hilfe für Härtefälle und als Investition in bessere Angebote.
Kein Instrument reicht allein: CO₂-Bepreisung, Straßenbenutzungsgebühren, Parkraumbewirtschaftung, Drittnutzerfinanzierung und sozial gestaffelte Tarife lösen jeweils nur einen Teil des Problems.
Mehr Geld allein reicht nicht, der Investitionsstau ist auch ein Ordnungs- und Steuerungsproblem. Notwendig sind mehrjährige, zweckgebundene Mittel und Institutionen, die planen und bauen können.
Der ganze Artikel ist auf www.zukunft-mobilitaet.net zu finden unter “Kosten, Finanzierung & Soziale Gerechtigkeit”

