Foto: Gabriele Alf-Dietz
„Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“ war das diesjährige Motto. Matthias Vetter und Thomas Dietz, beide Begleiter der Themenspaziergänge, haben drei dazu passende Themen rund um das Münster St. Paul vorgestellt. In Summe waren fast 100 Teilnehmer:innen dabei ;-))
12300 schenkten die Esslinger den Dominikanern einen Bauplatz und eine anliegende Straße. Dies war um 11:30 Uhr Auslöser um die Geschichte der Straßen von der Römerzeit bis zum Mittelalter und ihre Bedeutung für das Mönchswesen zu beleuchten. Eines der Glanzlichter die Tabula Peutingeriana: Auf einer Fläche von 340 mal 23 cm (etwa ein Viertel des Originals) ist das Straßennetz der Römer dargestellt. Weitere Punkte waren die Funktion der Straße, die die Esslinger 1233 den Predigerbrüdern schenkten und die Spekulation darüber, welche der an das Baugrundstück innerhalb der Stadt angrenzenden Straßen wohl gemeint sein könnte. Auch der Verlauf der Stadtmauer im frühen 12. Jh und die Geschichte des Klosters bis zur Reformation und darüber hinaus waren weitere Themen.
Am Nachmittag zwei Einführungen in die Geschichte des Salemer Pfleghofes mit dem Fenster des Glaskünstlers H. G. von Stockhausen, das als Spende des Rotary Clubs Esslingen die Marienkapelle schmückt. Die Entwurfsskizze des Künstlers, die Interpretation von Oliver Schütz und die Bibeltexte, die kalligraphisch die Bildelemente umrahmen. Alles kann nachgeschaut werden auf https://stpaul.es/pages/g-digi-21.html
Das dritte Thema dann die innovative Heizung im Salemer Pfleghof. Schon 1982 wurde im Geiselbach die bundesweit erste Pilotanlage zur Nutzung der Wärme im Abwasser mit einer Wärmepumpe eingebaut, die im Jahr 2013 reaktiviert und renoviert wurde.

