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Friedensbündnis Esslingen

Antikriegstag 2026 – Teil 2

Foto: Sigrid Altherr-König

Doppelt so viele Teilnehmer*innen wie im letzten Jahr zählte das Friedensbündnis am 1.9. an der Nikolauskapelle. Sigrid Altherr-König erinnerte daran, dass 25 Mio. Sowjets im 2. Weltkrieg ums Leben kamen. In Russland hätte man das nicht vergessen: „So falsch es also wäre, den russischen Überfall auf die Ukraine zu rechtfertigen, so verhängnisvoll ist es, die historisch bedingten Sicherheitsinteressen Moskaus zu ignorieren.“ Heute würde auf Kriegstüchtigkeit statt auf Friedensfähigkeit gesetzt. Am Sozialstaat würde gerade mit atemberaubender Geschwindigkeit die Kettensäge angelegt. „Und immer wieder wird in einer Endlosschleife gesagt, wir müssten den Gürtel enger schnallen“. Altherr-König fragte: „Weshalb wird eigentlich nicht der naheliegenden Frage nachgegangen, wohin denn nun das ganze Geld von uns Steuerzahler*innen fließt?“ Sie sah die Ursachen vor allem in der Hochrüstungspolitik der Bundesregierung, die den Sozialstaat in den Ruin treibt. Militarisierung zerstört den Sozialstaat. Um anschaulich zu machen, wohin unser ganzes Geld fließt, hatte sich das Friedensbündnis eine Aktion mit gefüllten Kartoffelsäcken überlegt, die von Jahr zu Jahr immer größer wurden. 2029 würden die Militärausgaben fast die Hälfte des Bundeshaushalts betragen. Sie rief dazu auf, den Generalangriff auf den Sozialstaat abzuwehren, da die Militarisierung diesen zerstöre. Sie endete: „Verfallt nicht in Hoffnungslosigkeit! Schreibt die Welt nicht ab! Kommt auf die Kundgebungen des DGB am 26.9. um 11.55 Uhr und am 3.10. auf die Friedenskundgebung in Stuttgart auf den Schlossplatz!“ Herbert Häfele von den „Galgenstricken“ umrahmte stimmungsvoll mit dem Akkordeon die Veranstaltung.