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Die Künstlergilde e.V.

Flucht und Vertreibung damals und heute

Foto: Ina Seeberg-Roese

Die KünstlerGilde e.V. in der Küferstraße 37 in 73728 Esslingen zeigt ab dem 6. September 2026, Eröffnung mit Sekt und Knabbereien um 14 Uhr, wie Künstlerinnen und Künstler das aktuelle Thema in Ihren Werken verarbeitet haben. Der Gewinner des Russlanddeutschen Kulturpreises 2006, Nikolaus Rode, zeigt uns die Traumata, die eine Flucht auslösen kann. Mohammad Al-Helal ist mit einer Bronze vertreten, die auf die körperlichen und geistigen Schäden einer Flucht hinweist. Al-Helal studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Ina Seeberg-Roese portraitierte Frau Ernemann, die aus Ostpreußen geflohen war und von den Russen verfolgt wurde. Leidensgeschichten, die betroffen machen, sobald man sich mit ihnen näher befasst. Die Kunst kann vermitteln und filtern, oder auch sehr stark wirken. Überzeugen Sie sich selbst und kommen Sie zur Vernissage am 6. September 2026 um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Myller zeigt im Werk die Geschichte seiner Familie und verbindet sie bildnerisch mit heutigen Flüchtlingsbewegungen. Entwurzelung, Verlust der Heimat und Neuanfang sind schwer zu bewältigen. Menschlichkeit ist gefragt, auch im Umgang mit vielen Neuankömmlingen. Vielleicht trägt die Ausstellung zu mehr Verständnis bei. Die KünstlerGilde e.V. entstand historisch aus Vertriebenen, die einen Neustart in der Kultur suchten und auch in diesem Bestreben unterstützt wurden. Heutzutage werden die Mittel eher gekürzt, womit es mit der Erinnerungskultur immer schwieriger wird. Wir sind durchaus bereit, in die Zukunft zu blicken. Menschen haben immer triftige Gründe, wenn sie ihre angestammte Heimat verlassen oder verlassen müssen.

kontakt@kuenstlergilde.eu