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Allgem. Deutscher Fahrrad-Club ES

Hass aufs Fahrrad schadet dem Autoverkehr selbst

Foto: Christine Lehmann, Radfahren in Stuttgart

Vernünftige Stadtpolitiker:innen und Verwaltungen setzen zu Recht auf Radwege und Radfahrstreifen, um mehr Leute, vor allem Kinder, Jugendliche und Alte aufs Fahrrad zu bringen. Es gilt als gefährlich, sich mit dem Rad unter Autos zu mischen. Es kann tatsächlioch auch gefährlich werden, wenn ein Autofahrer einen Radfahrer nicht vor sich sieht und ihn oder sie totfährt. Allerdings sind auch Radwege gefährlich, wenn ein Autofahrer über sie hinweg abbiegt und dabei eine Radlerin oder einen Radler anfährt oder gar tötet. Und das passiert leider unverhältnismäßig oft, öfter als Zusammenstöße im Längsverkehr auf einer Fahrbahn. 

Das Fahrbahn-Radeln ist vor allem stressig. Denn wir bekommen direkt die Aggressionen mancher Autofahrender zu spüren, sie fahren schnell an uns heran, überholen uns knapp, scheren zu schnell wieder ein. Strafendes Überholen nennen wir Radler:innen das. Dazu habe ich und haben vermutlich auch andere routinierte Radfahrende nicht immer Lust. Unerfahrene trauen sich unter solchen Bedingungen aber gar auf die Straßen. Sie brauchen Radwege und Radstreifen, eine Trennung vom Autoverkehr. Ohne Radrouten, die sich sicher anfühlen, erreichen wir in unserer Stadt diejenigen nicht, die Angst haben vor dem Autoverkehr, aber eigentlich gern Rad fahren würden. Sicherer, als wir denken, sind wir aber auch auf Fahrbahnen unterwegs. Das untermauert Thomas Schlüter eindrucksvoll auf seinem Blog https://radunfaelle.wordpress.com/

Kurioserweise kämpfen genau die am meisten gegen Radwege und Radstreifen, die am meisten davon profitieren: die Autofans und ihre Verbände.

Der komplette Blogartikel ist bei Christine Lehmann https://dasfahrradblog.blogspot.com/ zu lesen.