Foto: Sigrid Altherr-König
Das Friedensbündnis Esslingen und der DGB-Kreisverband Esslingen-Göppingen laden zum Antikriegstag am 1.9.2026 zu einer Kundgebung und Aktion um 17.00 Uhr an die Nikolauskapelle in Esslingen, Innere Brücke, ein. Am 1.9.1939 überfiel die faschistische Wehrmacht Polen. Dies war der Beginn des 2. Weltkriegs, an deren Opfer mit einer Kranzniederlegung gedacht wird. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: „Für die Stärkung des Völkerrechts! Friedensfähig statt kriegstüchtig“. Hauptredner ist Adalbert Kuhn vom Friedensbündnis Esslingen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Herbert Häfele von den „Galgenstricken“. Sigrid Altherr-König moderiert eine Aktion, bei der dargestellt wird, dass vor allem die Hochrüstungspolitik der Bundesregierung dazu führt, dass massiver Sozialabbau auf allen Ebenen betrieben wird.
Weltweit scheint sich eine neue Politik durchzusetzen, für die nur noch das Recht des Stärkeren und nicht das Völkerrecht zählt. Dies hat einen beispiellosen Hochrüstungskurs, die Militarisierung von Bildung, Gesundheitswesen und Vernachlässigung der Klimapolitik zur Folge. Der deutsche Verteidigungshaushalt soll an der beliebigen 5-Prozent-Zielvorgabe der NATO bis zum Jahr 2029 mit 224 Mrd. € jährlich – und damit fast der Hälfte des Bundeshaushalts ausgerichtet werden. Das lehnen wir ab, ebenso wie eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Sicherheit beruht auf sozialer Gerechtigkeit. Immer mehr Waffen und eine Politik der Militarisierung schaffen keinen Frieden, keine funktionierende Daseinsvorsorge und keine Demokratie. Nur Abrüstungs- und Rüstungskontrollverhandlungen und die Stärkung des Völkerrechts machen die Welt sicherer.

