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Diesen Sommer stellt sich die Frage, ob wir die Veranstaltung „Flammende Sterne“ in Ostfildern mit gutem Gewissen besuchen können. Ist es vor dem Hintergrund von brennenden Wäldern, kämpfenden Feuerwehren, evakuierten Wohngebieten und extremer Waldbrand-Rauchentwicklung verantwortbar, eine solche Veranstaltung durchzuführen? Wir sind der Meinung: Nein!
Auf der einen Seite steht die Frage der Solidarität: Gehen uns Hitze, Dürre und Brände in Europa nichts an, solange unser Wald nicht betroffen ist, solange Wasser aus unserem Wasserhahn fließt? Andererseits werden Waldbrände fast immer durch Menschenhand ausgelöst.
Dass Waldbrände durch Dürre und Wind begünstigt werden, liegt auf der Hand. Für das „Anzünden“ des Waldes sind aber fast immer Menschen verantwortlich. Ohne menschliches Zutun können Wälder nur durch Blitze angezündet werden. Ansonsten ist es mutwillige oder fahrlässige Brandstiftung. Diesen Sommer könnte man das Zünden von Feuerwerkskörpern als fahrlässig bezeichnen, auch wenn Fachleute am Werk sind.
Holz fängt, je nach Holzart, bei einer Temperatur von 220 bis 300°C an zu glimmen. Diese Entzündungstemperatur wird ohne menschliches Zutun nur durch Blitze erreicht. Deshalb sollten wir auf dieses Zutun verzichten. Unsere Meinung: das ist ein Gebot der Stunde.
Die Verwaltung Ostfildern wollte in der Vergangenheit die Veranstaltung „Flammende Sterne“ beenden – ein Fest, das hoffentlich nicht zu einer „flammenden Umgebung“ führt. Eine Gemeinderatsmehrheit hat das in Ostfildern leider verhindert.
Deshalb ist unser Vorschlag: Nicht hingehen, keine Tickets kaufen, damit auch der Gemeinderatsmehrheit klar wird, was heute notwendig ist, um Natur und Menschen zu schützen!

