Foto: Bildquelle: Team Öffentlichkeitsarbeit
Die Frauenkirche ist als Bürgerkirche durch die Bürger der damaligen freien Reichsstadt entstanden – im Gegensatz zur Stadtkirche, die im Besitz von Klöstern war. So gilt die Frauenkirche bis heute als Symbol des bürgerlichen Engagements. Für unsere rund 20 Teilnehmer:innen des Vereins Freie Wähler war dies Grund genug für die Besichtigungsrunde durch das Gotteshaus und wir waren gespannt auf den Einblick in die Entstehung und den Ausblick auf der Turmebene.
Warum eigentlich Frauenkirche? Liebfrauenkirche ist eine Bezeichnung für Kirchen, die Maria geweiht sind. “Unsere Liebe Frau” war seit dem Mittelalter ein Ehrentitel Mariens. Und tatsächlich thront oben im Giebel der Kirche noch eine kleine Marienfigur. Beeindruckend ist der Chorraum der Kirche mit Altar, Kanzel und einem, vom württembergischen König zur Einweihung gestifteten Kreuz. Dazu die blau-goldene Ausmalung des Gewölbes. Daneben das dunkle Holzgestühl oder die Kanzel.
Hoch hinaus ging es dann auf die Empore mit der faszinierenden Weigele-Orgel aus dem Jahr 1863 mit 25 Registern. Erstaunlich, welche Handwerkskunst dort zum Einsatz kam und wie 1 Instrument ein ganzes Sinfonie-Orchester beinhalten kann. Am Spieltisch wurde dann munter gefachsimpelt – ehe der Weg weiter hinauf zu den Glocken und der steinernen Plattform ging. Mutige konnten noch eine weitere Etage erklimmen.
Beeindruckt von der Aussicht und den Eindrücken und herzlichem Dank an Herrn Gökeler für die Führung, sowie Peter Dietl für die Organisation, ging dann der Weg wieder nach unten – natürlich nicht ohne einen Blick auf die Szenen an den Steinportalen und auf die verschiedenen Wasserspeier zu richten. Danke für die wunderbaren Ein- und Ausblicke.

