Foto: Thomas Albrecht/ADFC Kreisverband Esslingen
Unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad!“ radelten am Sonntag Tausende aus dem ganzen Land als Sternfahrt nach Stuttgart.
Durch den Kreis Esslingen startete ein Strang von Reutlingen aus durch das Neckartal, ein anderer von Göppingen aus durch das Filstal. Getroffen haben sie sich in Plochingen, um dann zusammen mit einem weiteren Zubringer aus Ostfildern in Esslingen noch eine Runde über den Innenstadtring zu drehen.
Kurz vor 14 Uhr kamen sie am Esslinger Bahnhof an.
“Es ist gleichzeitig Event und politischer Protest” sagte Thomas Albrecht vom ADFC Kreisverband Esslingen bei der Zwischenkundgebung. “Die Leute wollen Radfahren und lassen sich selbst von der Hitze nicht abhalten.”
In Esslingen und dem Landkreis gebe es gute Konzepte und die Ausschilderung von Radwegen sei gut gemacht. Aber damit alle sicher, komfortabel und direkt zum Ziel kommen gehe der Ausbau von Radwegen zu langsam.
“Seien Sie mutig”, forderte er Politik und Verwaltung auf. “Gerade wenn das Geld knapp ist, dann investieren Sie am besten in den Radverkehr. Das ist ein unschlagbar günstiges Verkehrsmittel, weil das Fahrrad so wenig Platz braucht.”
Der Radschnellweg 4 im Filstal sei inzwischen von Göppingen aus bis Reichenbach ausgebaut. Aber in Plochingen und Esslingen knirsche es gewaltig zwischen den Kommunen und dem Regierungspräsidium. Albrechts Bitte an alle Beteiligten: “MACHEN Sie, legen Sie endlich die Trassen fest, damit fertiggeplant und gebaut werden kann.”
Dann ging es weiter nach Mettingen auf die B10. “Bei den Sternfahrten fahren wir auf den Hauptverkehrsachsen, wo sonst nur die Autos fahren dürfen. Damit haben wir einmal im Jahr das, was wir für jeden Tag fordern: richtig Platz auf den Straßen.”

