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Friedensbündnis Esslingen

Verhandlungen-ohne Vorbedingungen sofort!

Foto: Adalbert Kuhn

 

Auf Einladung des Esslinger Friedensbündnisses sprach Dr. Ulrich Bausch über die Gefahren eines neuen Rüstungswettlaufes. Vom Ende des Kalten Krieges abgesehen, habe Aufrüstung immer zu Kriegen geführt. Ohne jeden Zweifel sei Putin für den Krieg in der Ukraine verantwortlich, das entbehre jedoch nicht von der Pflicht, aktiv an einer Verhandlungslösung zu arbeiten. 

Bereits im Herbst 22 habe der Chef des US-Generalstabes, Mark Milley, erklärt, eine militärische Lösung könne es nicht geben, daher müsse verhandelt werden. Je länger der Krieg andauere und umso höher die Verluste auf beiden Seiten ansteigen umso schwieriger würden Verhandlungen. Da klar ist, dass dieser Krieg rein militärisch nicht gewonnen werden kann, ist ein Weiterso unverantwortlich. Auch die These vom bevorstehenden russischen Angriff sei nicht plausibel und reine Angstmacherei. Es gibt weder irgendwelche Äußerungen von Putin, die auf einen Angriffsplan schließen lassen, noch gibt es ein Motiv und schon gar nicht die militärischen Möglichkeiten. Eine Armee, die es in fünf Jahren nicht einmal schaffe, bis nach Kiew vorzustoßen, ohne dass die Nato direkt beteiligt ist, wird doch nicht das stärkste Militärbündnis der Welt angreifen. „Die Vorstellung“ so Bausch, „dass da russische Generäle sagen, die Ukraine ist eine Nummer zu groß für uns, daher schnappen wir uns jetzt die Nato – ist doch kompletter Unsinn“. 

Bausch zitierte George Beebe, der viele Jahre die Abteilung für Russlandanalyse innerhalb der CIA leitete, der empfehle, die Nato solle verbindlich erklären, die Ukraine nicht aufzunehmen und auch keine Truppen in der Ukraine zu stationieren.