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VCD Esslingen e.V.

Kosten sparen und Abhängigkeit vom Öl reduzieren

Foto: Engin Akyurt/unsplash

Der Iran-Krieg zeigt uns erneut, wie abhängig wir von fossilen Energieträgern sind. Fast ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf den Verkehrssektor. Im Straßenverkehr dominieren nach wie vor Benzin und Diesel mit über 90 Prozent.

Klar ist: Versorgungssicherheit und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen. Aus klima- und sicherheitspolitischer Perspektive hat es oberste Priorität, die Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren. Entscheidend sind dafür, neben dem Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem konsequente Maßnahmen zur Energieeinsparung. 

Die steigenden Energiepreisen belasten private Haushalte ebenso wie Wirtschaft und Industrie. Besonders hart trifft es Menschen mit geringem Einkommen. Deshalb sind kurzfristige Maßnahmen zur Abfederung sozialer Härten dringend geboten. Pauschale Entlastungen wie Tankrabatte oder Steuersenkungen auf Kraftstoffe sind dafür jedoch ungeeignet: Sie sind teuer und es profitieren vor allem Gutverdienende. 

Auch die jüngste Erhöhung der Entfernungspauschale Anfang 2026 geht in die falsche Richtung. Sie erreicht nur rund ein Viertel aller Arbeitnehmer*innen, und wer wenig verdient, bekommt meist gar nichts. Der VCD fordert stattdessen, die Pendlerpauschale in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umzuwandeln, das insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen entlastet. 

Unabhängig davon ist eine grundlegende Reform von Steuern und Abgaben im Verkehrssektor überfällig. Statt klimaschädliche Mobilität weiterhin zu begünstigen, müssen gezielt Anreize für nachhaltige Alternativen gesetzt werden.

 

VCD – Mobilität für Menschen

https://bw.vcd.org/der-vcd-in-bw/esslingen