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Ev. Kirchengemeinde Esslingen-Zell

“Licht sein heißt: Mut zur Wahrheit haben”

Foto: Michael Rohn

Schon weit vor Beginn des Gottesdienstes fanden sich am 16. Mai die ersten Gäste der 10 Konfirmanden ein. In seiner Predigt sprach Pfarrer Jon André Søvde über die Verse 14-16 aus dem 5. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus. Drei zentrale Gedanken:

WORAUF WILL ICH MEIN LEBEN BAUEN? Genau in diese Frage hinein spreche Jesus: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Das sei erstaunlich. Denn Jesus sage nicht: „Ihr solltet irgendwann einmal Licht werden.“ Er sagt: ‘Ihr seid Licht.’ Nicht, weil ihr niemals Fehler macht. Sondern weil Christus selbst euch ruft und euch nahe ist.“

DIE WAHRHEIT ÜBER DEN MENSCHEN: „Die Bibel malt den Menschen nicht einfach schwarz. Aber sie ist ehrlich. Jeder Mensch ist von Gott geliebt. Gleichzeitig steckt in jedem Menschen auch die Fähigkeit zu Härte und Schuld. Wenn Gott u.a. sagt: Du sollst nicht lügen. … nicht stehlen … – dann will er nicht Freiheit zerstören. Er will Menschen bewahren.”

LIEBE IST NICHT GLEICHGÜLTIGKEIT: Heute werde oft gesagt: „Liebe bedeutet: Alles akzeptieren.“ Aber das, so Søvde, sei nicht Liebe. Das sei häufig Gleichgültigkeit. „Jesus begegnete Menschen voller Liebe, aber er nannte Sünde trotzdem beim Namen. Unsere Gesellschaft hat oft Angst davor, klare Worte zu benutzen: Sünde, Schuld, Umkehr, Buße. Aber wenn es keine Schuld mehr gibt, gibt es auch keine Vergebung mehr.“

Søvdes Fazit: „Darum ist das Evangelium so kraftvoll: Jesus Christus vergibt. Nicht, weil Sünde harmlos wäre. Sondern weil seine Liebe größer ist.“