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Im letzten Zwiebelbeitrag haben wir Ihnen das Orchester präsentiert, das am 21. Juni in der Esslinger Frauenkirche allgegenwärtig sein wird, wenn der Chor und die Solisten singen. Heute wollen wir Ihnen den Erzengel Raphael vorstellen, mit dem der Schöpfungsbericht des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn beginnt: „Im Anfange schuf Gott Himmel und Erde“. Dieses im geheimnisvollen c-Moll-Pianissimo vorgetragene Rezitativ packt den Zuhörer ebenso wie die wenig später vom Chor verkündete Geburt des Lichts, die bei der Uraufführung nicht nur die Zuhörer, sondern sogar das ganze Orchester so ergriff, dass es einige Minuten lang nicht weiterspielen konnte, wie ein Augenzeuge berichtete.
Sie dürfen sicher sein: Der Bariton Thomas Scharr wird Ihnen die emotionale Gänsehaut liefern. Er wurde in Stuttgart geboren und machte seine ersten musikalischen Schritte beim dortigen Knabenchor collegium iuvenum. Von 1998 – 2003 war Thomas Scharr festes Ensemblemitglied am Landestheater Linz. Gastengagements führten ihn in den Folgejahren an zahlreiche Opernhäuser. Nachdem er dort umfassende Erfahrungen auf der Opernbühne sammeln konnte, ist er heute verstärkt als Konzertsänger gefragt von Köln bis Wien und Bremen bis Athen. In Deutschland ist er bei den großen Festivals zu hören: dem Rheingau Festival, Bodensee-Festival, den Schwetzinger Schlossfestspiele, dem Europäischen Musikfest Stuttgart. Eine umfangreiche künstlerische Visitenkarte für einen Sänger, der auch ein begnadeter Gesangspädagoge ist. Thomas Scharr war von 2011-2020 an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg und ist seit Oktober 2020 Dozent für Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

