Foto: SSR KI-generiert
Nach wie vor zählt der Igel zu den gefährdeten Arten. Im vergangenen Jahr haben unsere Ehrenamtlichen 260 hilfsbedürftige Igel aufgenommen, gepäppelt und gepflegt. 13 dieser Kerlchen konnten im Tierheim überwintern und wurden vor kurzem ausgewildert. Zu Beginn des Frühjahres wurden jedoch wieder vermehrt Igel aufgefunden und wir haben Anrufe von besorgten Menschen erhalten, die um Auskunft und Unterstützung gebeten haben. Wir befürchten weiterhin, dass der Bestand immer weiter zurückgehen wird: Nicht nur der Lebensraum der stachligen Vierbeiner wird immer kleiner und die Nähe zum Menschen immer gefährlicher, sondern auch die zunehmende Hitze im Sommer setzt dem Insektenfresser zu. Eine Gefahr wurde vor kurzem im Landkreis Esslingen zumindest teilweise gebannt: Zum Schutz des Igels und anderer kleinen Wirbeltiere wie Erdkröten und Blindschleichen gilt ab 15. April ein Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern. Immer mehr der kleinen nachtaktiven Lebewesen sind nämlich tödlich verletzt worden. Wer dem Igel darüber hinaus helfen möchte, kann das ganze Jahr über eine Wasserstelle im Garten anbieten. Auch eine Schale Katzentrockenfutter oder speziell im Zoohandel angebotenes Igeltrockenfutter ist vor allem in trockenen Sommern wie auch die Wasserschale lebensrettend. Am besten sollte das Futter in einen Karton mit kleinem Eingang gestellt und unter eine Hecke oder Gebüsch geschoben werden. So haben es andere Wildtiere schwerer, daran zu kommen. Achtung: Milch vertragen Igel überhaupt nicht. Wer unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützen will, kann eine spezielle Igel-Patenschaft übernehmen: www.tierheim-esslingen.de/wie-kann-ich-helfen/patenschaften.html

