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Omas gegen Rechts Esslingen

OMAS GEGEN RECHTS erinnern an Bücherverbrennung

Foto: Abb. OGR Esslingen unter Verwendung von ChatGTP

Joachim Ringelnatz ist bis heute bekannt für seine humorvollen Verse. Eines seiner Gedichte heißt: Die Ameisen: „In Hamburg lebten zwei Ameisen, / Die wollten nach Australien reisen. / Bei Altona auf der Chaussee / Da taten ihnen die Beine weh, / Und da verzichteten sie weise / Dann auf den letzten Teil der Reise. / So will man oft und kann doch nicht / Und leistet dann recht gern Verzicht.“ Ringelnatz, der eigentlich Hans Bötticher hieß, wurde 1883 geboren und bereiste als Seemann nach seinem Rausschmiss aus dem Gymnasium 22 Länder. 1909 entdeckte er die Münchner Künstlerkneipe “Alter Simpl”, wo er bald zum Hausdichter wurde. Er schrieb Bücher und trat in der Weimarer Republik als Kabarettist auf. 1933 erhielt Ringelnatz von den Nationalsozialisten Auftrittsverbot, er verarmte und starb im Jahr darauf an Tuberkulose.

OMAS GEGEN RECHTS erinnern am Samstag, 9. Mai, von 10 bis 14 Uhr mit einem Infostand auf der Inneren Brücke an den Tag der Bücherverbrennung 1933. Nationalsozialistische Studenten errichteten in Berlin und anderen Universitätsstädten riesige Scheiterhaufen und verbrannten vier Wochen lang in einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ die Bücher fast aller bedeutenden Schriftsteller der Zeit, darunter auch die von Joachim Ringelnatz. Am Sonntag, 10. Mai findet um 18 Uhr im Kunstdruck CentralTheater am Roßmarkt ein Abend zur Bücherverbrennung mit Texten von verbrannten Autor:innen statt, zu dem auch wir einladen.