Foto: Roswitha Rostek
Das Arboretum in Esslingen Serach am Seracher Schlössle lag lange im Dornröschenschlaf, bis es vom Grünflächenamt vor einem Jahr „wachgeküsst“ wurde. Bis zum Stadtjubiläum 2027 soll es wieder ein Geheimtipp für Naherholung im Grünen sein. Erbaut wurde das Schloss Serach im Jahr 1820. Ab dem Jahr 1828 erlebte es unter Graf Alexander von Württemberg seine Glanzzeit. In dem Landschaftspark am Schloss traf sich der schwäbische Dichterkreis mit dem Grafen. Lenau, Schwab, Kerner…sie alle genossen hier die Idylle der Natur. Um diesen Park zu sanieren hat Gudrun Dietz-Hofmann, Landschaftsarchitektin für historische Anlagen, Archive durchforstet. Unter der Leitung von Julia Bolay und Niels Ruthardt vom Grünflächenamt der Stadt Esslingen wurden erste Maßnahmen durchgeführt. Zunächst galt es die Bäume, die nicht mehr verkehrssicher waren, zu fällen. Unter den Bäumen, die erhalten wurden, sind eine 170 Jahre alte Blutbuche und ein Urweltmammutbaum hervorzuheben. Dann wurden die Wege entsiegelt. Mit wassergebundenem Belag ziehen sich diese nun in einem lockeren Geflecht wie einst durch den kleinen Park. Das Rondell mit Sandsteinmauern wurde erneuert. Neue Sichtachsen wurden geöffnet. Die Kellertüren in der Mauer, hinter der Tiere gehalten wurden, sind erneuert worden. Die moderne Treppe, die direkt durch den Park führte, wurde zurückgebaut. Leider reichte das Geld bei weitem nicht, um die beiden Brunnen zu revitalisieren. Im nächsten Bauabschnitt, wenn der Gemeinderat 80 TE bewilligt, soll der Eingangsbereich mit der Sandsteintreppe verkehrssicher saniert werden. Im Jubiläumsjahr wird das Arboretum die Bühne für eine Kooperation von Schelztorgymnasium und Bürgerausschuss WHSO.

