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7 unterhaltsame Beiträge zu Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ haben wir Ihnen von Januar bis März in der ZWIEBEL geboten, sozusagen als Appetizer, „kleine, appetitanregende Vorspeisen oder Häppchen, die vor einer Hauptmahlzeit gereicht werden. Sie stimulieren den Gaumen, sind oft ohne Besteck als Fingerfood essbar und umfassen kalte wie warme Snacks.“ KI sei Dank für die Erklärung! Vier Worte wären genug gewesen: „Gruß aus der Küche“. Die „Küche“ öffnet am 21. Juni ab 19 Uhr in der Esslinger Frauenkirche und will Ihnen in den nächsten sieben Wochen noch sieben Einblicke in die „Speisekarte“ geben mit Hauptgericht, Zwischengang, den Kreationen und Zutaten, dem Küchenteam und natürlich der „cheffe étoilée“.
Bleiben wir mal eben in Frankreich; denn der Hofkapellmeister für die Fürsten Esterházy bekommt am 21. Juni Besuch aus Frankreich. Sie erinnern sich vielleicht an die beiden Sonnenaufgänge, über die wir in der ZWIEBEL berichtet haben. Der zweite von ihnen ging vor rund 120 Jahren in die Musikgeschichte ein: Maurice Ravels „L’Aurore“ (Morgendämmerung). Mit dieser Komposition hatte sich der knapp 30jährige Künstler 1905 zum 5. Mal vergeblich für den „Rompreis“ beworben und nicht einmal die Vorrunde erreicht. Es war ein Skandal, denn Ravel hatte zu diesem Zeitpunkt schon zahlreiche international bekannte Werke geschrieben und darin einen unverkennbaren eigenen Stil präsentiert. Sein Pech: Théodore Dubois, Direktor des Conservatoire, konnte ihn und seinen Stil nicht leiden. Es sollte nicht der einzige Musikskandal in Ravels Schaffen bleiben. 23 Jahre später ließ sein „Bolero“ Konzertbesucherinnen in Ohnmacht fallen. Mehr über Ravels „Sonnenaufgang“ nächste Woche.

