Foto: Bildquelle: Team Öffentlichkeitsarbeit
Beim Braten, Backen und Frittieren fallen regelmäßig Speiseöle und Frittierfette an. Hinzu kommen Öle aus eingelegten Lebensmitteln, wie Fisch und Antipasti. Diese vermeintlichen Abfallprodukte einfach über das Abwasser oder den Restmüll zu entsorgen, belastet unsere Umwelt und kann zudem zu Verstopfungen in den Abwasserrohren und zu Geruchsbelästigungen führen. Hier setzen Konzepte zur Sammlung von gebrauchten Speiseölen und -fetten an. Die Sammlung ist ein einfacher, aber effektiver Weg, um nachhaltig zu handeln und die Gewässer zu schützen. Der aus den gesammelten Altfetten gewonnene Biodiesel ersetzt zudem fossile Kraftstoffe und reduziert so die CO2-Emmissionen um bis zu 90 Prozent.
Aus 100 kg Altfett entstehen 83 m3 Biomethan à damit kann eine 60 m2 große Wohnung 1 Monat beheizt werden. Aus 100 kg Altfett können 300 kw/h Strom erzeugt werden und beispielsweise ein Kühlschrank 2 Jahre betrieben werden.
Was bewirkt das Engagement also? Eine Reduktion von CO2 durch Einsparung weiterer fossiler Brennstoffe; weniger Belastungen für unserere Abwässer und Kläranlagen und damit eine Senkung der Reinigungskosten beim Abwasser. Es reduziert Verstopfungen der häuslichen Abwasserwege und aus den gesammelten Fetten wird grüne Energie wie Strom, Gas und Wärme.
Unser Antrag lautet also: “Die Stadtt möge prüfen, ob eigens oder im Verbund mit dem Landkreis Esslingen ein Sammelsystem zur Rücknahme von Altfetten in haushaltsüblichen Mengen eingerichtet werden kann. Wenn möglich auch mittels geeigneten Sammelbehältnissen (Flaschen oder Kleinbehältern).” Beispielstädte sind Lorch, Essingen oder Oberkochen. Dort sind geeignete Sammelstellen eingerichtet und die Bevölkerung nimmt daran teil.

