Foto: Nicole Schielberg
Wenn in wenigen Wochen der neue Neckaruferpark eröffnet wird, könnte ein gravierendes Problem rasch zu Tage treten: „In dem ganzen neuen und vor allem für die Innen- und Weststadt gedachten Naherholungsgebiet ist keine Toilette vorgesehen“, stellt Stadtrat Daniel Scharpf, SPD-Sprecher im Ausschuss für Bauen, Mobilität und Klimaschutz, fest und begründet damit eine Anfrage seiner Fraktion vom Januar diesen Jahres. Mittlerweile liegt die Antwort der Verwaltung vor. Demnach gehört eine Ausstattung öffentlicher Grünanlagen mit Toilettenanlagen nicht zum üblichen Standard der Stadt Esslingen. Außer auf die hohen Kosten weist die Verwaltung darauf hin, dass die Parkgestaltung extensiv und naturnah gehalten sei, die Anlage eines WCs während des Entwurfsprozesses nicht zur Debatte stand und auch im Bürgerbeteiligungsprozess nicht thematisiert wurde.
Trotz dieser abschlägigen Infos zu einer festen Toilettenanlage stellt die Verwaltung folgende Lösung in Aussicht: Sofern es die Haushaltslage zulässt, könnten in der Nähe des Neckarplateaus zwei optisch ansprechende Komposttoiletten für die Sommermonate aufgestellt werden. Miete und Reinigung würden monatlich ca. 1.000 Euro kosten. Entsprechende Erfahrungen liegen aus dem Bereich der Pop-up-Gastronomie vor der Villa Merkel vor. Die Resonanz dort war gut und der Vandalismus besonders gering. Für Daniel Scharpf und die SPD-Fraktion ist das eine gute Lösung: „Es wäre bedauerlich, wenn die erfreuliche Eröffnung des Parks überlagert würde von einer Diskussion über fehlende Toiletten. Und mit Verlaub: Hier zu sparen, wäre ein schwerer Fehler. Noch können wir ihn vermeiden.“

