Foto: Jochen Fuchs
Die Zweite war letzten Sonntag zu Gast im schönen Spiellokal der Schachfreunde in Ebersbach. Weniger schön war der knappe 3,5:4,5-Ausgang der Begegnung am 7.Spieltag. Stefan Handl, heute ersatzbedingt aufgerutscht am 7. Brett, war nicht zufrieden mit dem frühen Remis – doch das Läuferendspiel wäre mit Gewalt höchstens noch für beide Seiten riskant geworden. An 5 kämpfte Matthias Giese mit Minusbauer im Schwerfigurenendspiel, das der klar DWZ-überlegene Gegner routiniert für sich verbuchte. Ersatzmann Steffen Wagner (8) schlug sich wacker, zuletzt ebenfalls mit Minus- und einem Doppelbauern, und hielt Remis. Der Minusbauer war auch bei Robert Schulz Thema (3): Ein Verzweiflungsopfer führte zur Minusqualität im Endspiel – aber auch in die Niederlage.
Ronald Hahnke (4) hatte vor allem wieder mit starker Zeitnot zu kämpfen. Gegen die Flügelattacken seines Gegners hatte er ein aktives Zentrum setzen können, doch die zwei Mehrbauern im Damenendspiel hätten entsprechende Bedenkzeit erfordert zur Gewinnrealisierung. So willigte er ins Remis ein.
An 1 konnte sich Jochen Fuchs klassisch hypermodern mit erfolgreichem Spiel gegen den isolierten d-Bauern durchsetzen. Cédric Froidevaux hatte ein zweischneidiges Damen-Leichtfigurenendspiel auf dem Brett (6), behielt aber mit sicherer Hand die Übersicht und gewann. Auf den Schultern von Sören Hader (2) ruhte in der letzten laufenden Partie das Gewicht des Spieltagsausgangs. Allein die gedrückte Rochadeverteidigungsstellung gab am Schluss nichts mehr her, und er musste aufgeben. Trotz allem Frust wegen des knappen Ausgangs ein insgesamt ermutigendes Auftreten der Zweiten für die kommenden letzten beiden Runden.

