Foto: Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS)
Oft hat man schon davon gelesen: die Alpengletscher sind auf dem Rückzug! So hat z.B. der “Nördliche Schneeferner” auf der Zugspitze allein seit 2023 weitere acht Meter an Eis verloren – inzwischen ist nur noch ein Zehntel von ihm übrig. Daher musste nun dort auch der letzte von früher drei Skiliften abgebaut werden. Ein trauriges Symbol für den Klimawandel!
Und der schreitet weiter voran: Glaziologen gehen davon aus, dass im Lauf der nächsten 10 Jahre die in den deutschen Alpen uns noch verbliebenen vier Gletscher vollends verschwinden werden.
Das beeinträchtigt aber nicht nur den Wintersport – viel schlimmer ist:
* Das Eis und der Schnee der Berge, eigentlich wichtig als jahreszeitliche Wasserspeicher, fehlen zunehmend beim Ausgleich der natürlichen Wasserhaushalte
* Es wird häufiger zu Schuttlawinen und Bergstürzen kommen, weil sich durch die Erderwärmung auch der stabilisierende Permafrost zurückzieht.
Das alles ist seit Langem bekannt. Trotzdem engagieren sich viele Menschen, viele Medien und auch die Politik derzeit weniger für den Erhalt von weiterhin guten Lebensbedingungen für uns Menschen. Im Gegenteil – schon beschlossene Klimaschutz-Maßnahmen werden nach und nach wieder aufgeweicht, oder in eine ferne Zukunft verschoben. Die Folgen auszubaden, und die jetzt leichtsinnig versäumten Maßnahmen vielleicht irgendwie noch aufzuholen, wird für unsere Kinder und Enkel voraussichtlich ein sehr hartes Brot werden.
Und leider kursiert da ein großer Irrtum: Deutschland übertreibe es als “Klima-Musterknabe”, sei damit auf einem “Sonderweg”. Aber in Wirklichkeit kommt Dtld. in der internationalen Klimaschutz-Rangliste CCPI unter 63 Ländern erst auf Platz 22 – Platz 1: Dänemark!

