Foto: Villa Merkel
Wir freuen uns, Sie zu zwei neuen Ausstellungen einladen zu dürfen, in deren Zentrum Fragen nach postkolonialem Erbe, Machtstrukturen und neuen Formen von Held:innentum stehen und der Frage nachgegangen wird, wie zeitgenössische Kunst politische Erfahrung, Verletzlichkeit und Widerstand sichtbar macht.
Mit „Wie klingt das Weinen einer Schlange?“ präsentiert die Villa Merkel erstmals eine umfassende museale Einzelausstellung von Ivana de Vivanco. Ihre Arbeiten verhandeln Postkolonialismus, religiöse Traditionen, Mythen, indigenes Wissen, Sexualität und Macht. Die Ausstellung eröffnet einen spekulativen, poetischen Denkraum, in dem politische Diskurse assoziativ weitergedacht werden.
Im Fokus der Gruppenausstellung „Anti Heroes“, basierend auf der Sammlung von Lukas Jakob, stehen Arbeiten, die Verletzlichkeit, Ambivalenz und intellektuelle Offenheit sichtbar machen und der Komplexität der Gegenwart mit Zweifel und Widerspruch begegnen. Die Figur der/des Antiheld:in dient als Spiegel einer Zeit, in der Unsicherheit und Fragilität zur Realität gehören.
Auf derselben Etage schließt die Präsentation des Bahnwärter-Stipendiaten Grischa Kaczmarek an. Mit der Sammlung Jakob verbindet ihn die Auseinandersetzung mit postheroischer Männlichkeit, queerer Identität und Populärkultur.
Die Ausstellungen werden am Samstag, 7. März um 17 Uhr in der Villa Merkel eröffnet.
Es sprechen Oberbürgermeister Matthias Klopfer sowie Galerieleiter Sebastian Schmitt, der eine Einführung in die gezeigten Arbeiten gibt. Anschließend sind alle Besucher:innen herzlich eingeladen, die Ausstellung bei freiem Eintritt zu entdecken und sich bei Snacks und Getränken auszutauschen.

