Foto: Tim Faasen
Auch hier in unserer Heimat gehen seit der Industrialisierung und der intensivierten Landnutzung immer mehr Pflanzen- u. Tierarten verloren. So gelten in Baden-Württemberg, nach amtlicher Auswertung, z.B. die Wildkatze, mehrere Arten von Fledermäusen, Schmetterlingen u. Wildbienen als vom Aussterben bedroht – oder als bereits ausgestorben.
“Nun ja”, denken sich da manche – “die Natur wird sich schon irgendwie zu helfen wissen, und mir persönlich fehlen diese Lebewesen nicht”. Aber das ist zu kurz gedacht, denn nicht nur das Gleichgewicht der uns umgebenden Natur hängt davon ab, dass viele, wirklich viele! Organismen rund ums Jahr u. rund um die Uhr zusammenwirken. Sondern auch die Versorgung von uns Menschen mit Lebensmitteln!
Der britische Geheimdienst hat deshalb darauf hingewiesen: wenn Natur-Funktionen wie z.B. die Bestäubung unserer Kulturpflanzen zurückgehen, dann werden Ernten unsicherer und knapper. Die Folge sind Versorgungsengpässe u. Preissprünge auf dem Lebensmittelmarkt. Auf Dauer kann das Unruhen in der Bevölkerung hervorrufen und ganze Länder destabilieren. Wenn dann Regionen miteinander um Wasser, Boden u. Nahrung konkurrieren, kann es leicht zu Kriegen kommen. Das hat die Menschheit ja leider schon allzuoft erleben müssen – auch hier in Mitteleuropa. Aber das fortschreitende Artensterben schraubt diese Risiken jetzt zusätzlich in die Höhe! Das also sagt, in aller berufsbedingten Sachlichkeit, der britische Geheimdienst.
Fazit: unser aller Sicherheit hängt auch davon ab, ob wir den breitflächigen Rückgang der Artenvielfalt abbremsen können. Wichtigste Weichenstellung dafür: die Erhaltung u. Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen – für den Artenschutz.

