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BUND Bezirksgruppe Esslingen

Vogelsterben an Glasfassaden und Fenstern

Foto: Daten des NABU von 2017 (Graphik von AEE)

Die Vögel, diese freien und flinken Wesen, die uns Menschen schon immer fasziniert haben, tun sich inzwischen sehr, sehr schwer in unserer modernen Welt. Denn wo ist diese Welt denn noch “natürlich”? Wo gibt es noch Platz für Wildtiere?

Außerhalb von den sehr wenigen Naturreservaten wurden fast alle Flächen den Nutzungsinteressen des Menschen unterworfen:

* viel Energie will er fortwährend zur Verfügung haben, bequem geliefert per Kraftwerk und Fernleitung

* vögeljagende Katzen will er massenhaft als “Haustiere” bei sich halten,

* und auf Straßen und Schienen will er ständig und überall mit möglichst hohen Geschwindigkeiten unterwegs sein.

Das alles kostet Jahr für Jahr vielen Millionen von Vögeln das Leben, wie die beigefügte Graphik mit Daten des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) aufzeigt.

Aber aus ihr geht auch hervor: die mit weitem Abstand höchsten Verluste an Vogel-Leben gehen zurück auf Kollisionen an den Glasscheiben in unseren menschlichen Siedlungen! Die kosten, allein in Deutschland, pro Jahr wohl über 100 Millionen Vögeln das Leben! Dabei geht es nicht nur um heimische Arten, sondern auch um Zugvögel aus dem Norden wie Waldschnepfe und Wintergoldhähnchen sowie seltene und gefährdete Arten, wie Ringdrossel, Wiedehopf und Zwergschnäpper. Aber auch „unsere“ Zugvögel verunglücken auf ihren Wanderungen außerhalb Deutschlands vielfach an Glas, wie eine Untersuchung aus Spanien gezeigt hat.

Vielleicht haben auch Sie schon einmal erlebt, dass ein Vogel mit dumpfem Knall gegen eine Ihrer Fensterscheiben gekracht ist? Ein furchtbares Geräusch, das einem durch Mark und Bein geht!

Aber es gibt Möglichkeiten, um die Zahl solcher Vorfälle zu verringern. Was Neubauten angeht, haben Architekten inzwischen gute Konzepte entwickelt. Und was Sie und Ihr eigenes Zuhause angeht: vor allem dann, wenn Vögel quer durch die Wohnung schauen können, fliegen Sie leider oft gegen Scheiben – und sterben dann. Was Sie dagegen tun können: fragen Sie bei info@bund-esslingen.de !