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Das Umweltbundesamt hat eine neue Statistik zum Stand der Abfalltrennung und der Wiederverwertung von Rohstoffen in Deutschland vorgestellt.
Demnach werden inzwischen 85 % der Verpackungsabfälle “wiederverwertet” – im Jahr 2024 z.B. 5,5 Mio. Tonnen. Das klingt gut – hat aber einen Haken: auch das Verbrennen von solchen Abfällen (z.B. Kunststoff-Verpackungen) gilt als “Verwertung” – das heißt dann eben “thermische Verwertung”.
Das ist immerhin besser als das, was wir in unserem Land bis vor einiger Zeit noch überwiegend gemacht haben: nämlich alle Arten von Abfall, auch Verpackungsmaterial!, einfach irgendwo auf einen großen Haufen werfen zu lassen, genannt: “Mülldeponie” – mit entsprechenden Folgen für Landschaft und Grundwasser. Oder: dieses Material in ferne Länder zu verschiffen, wo es dann oft unter haarsträubenden Umständen aufgetürmt und von sehr armen Menschen auf Brauchbares durchwühlt wird.
Besser wäre eine “stoffliche Wiederverwertung”! Aber noch besser: Verpackungsmüll so weit wie möglich vermeiden! Also – zum Einkauf auf dem Bauernmarkt eigene Tüten, Taschen und Körbe mitnehmen. Und im Getränkemarkt Produkte von Herstellern aus der eigenen Region bevorzugen – geliefert auf kurzen Wegen in vielfach wiederverwendbaren Pfandflaschen.
Jedoch wird manches nach wie vor in gläsernen Einwegflaschen angeboten, z.B. bei 0,75-Liter-Weinflaschen. Die sollte man dann nach Gebrauch wenigstens zum Altglascontainer bringen – obwohl zum Einschmelzen von diesem Material, und zur Herstellung wieder neuer Flaschen daraus, sehr viel Energie benötigt wird. Aber das ist in Sachen Energie und Klima trotzdem noch besser, als Glas immer wieder neu aus dem Rohstoff Sand herzustellen (… der ohnehin auch immer knapper wird).
Um so erstaunlicher: ausgerechnet beim Altglas verfehlen wir hier in Deutschland seit Jahren die gesetzlich vorgegebene Recycling-Quote – anders als z.B. bei Verpackungskartons!
Daher: Wenn schon Einwegflaschen – dann in den Container!

