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Ev. Bildungswerk im LK Esslingen

81 Jahre Befreiung Konzentrationslager Ausschwitz

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Opfer der Zwangssterilisierung – Abgeurteilt – und einer möglichen Elternschaft beraubt

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Konzentrationslager in Auschwitz. Dieser Tag wurde vom deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 als offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus eingerichtet, um an die Gräueltaten der Nationalsozialisten und an die Menschen zu erinnern, die ihnen zum Opfer fielen. Das Wichtigste an diesem Tag ist das Gedenken an die Menschen, denen unbeschreiblich großes Leid angetan wurde.

Zu den eher vergessenen Opfern gehören die Menschen, die ab 1933 im Rahmen des sogenannten Erbgesundheitsgesetzes im ganzen Deutschen Reich zwangssterilisiert wurden.

Wer wurde Opfer und warum? Wie versuchten sich manche zur Wehr zu setzen? Wann und warum bekamen sie erst sehr spät Entschädigung?

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt beschreibt die damalige Situation im Deutschen Reich; sowohl die juristischen Grundlagen, als auch die reichsweiten Zahlen der Betroffenen. Aber auch die Situation in Esslingen wird dargestellt. Im städtischen Krankenhaus haben Chirurgen mehr als 200 Männer und Frauen sterilisiert und zumindest eine Zwangsabtreibung vorgenommen.

Schülerinnen und Schüler des Georgii-Gymnasiums lassen in ihrem Beitrag ein Esslinger Opfer von Zwangssterilisierung zu Wort und Bild kommen.

Pfarrer Stefan Möhler spricht das Grusswort der christlichen Kirchen. Bürgermeister Hans-Georg Sigel trägt das Grußwort der Stadt Esslingen vor.

Die Gedenkfeier wird musikalisch umrahmt vom Orchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Manuela Pfau.

Seit 1966 wird der Gedenktag in Esslingen durchgeführt. Die Gedenkstunde wird getragen von DENK-ZEICHEN e.V. Esslingen, Evangelisches Bildungswerk, keb Katholische Erwachsenenbildung und den Evangelischen und Katholischen Gesamtkirchengemeinden. Sie wird  unterstützt durch die Stadt Esslingen.