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BUND Bezirksgruppe Esslingen

Einseitige Abhängigkeiten, immer hochgefährlich!

Foto: fabrikasimf via de.freepik.com

In den letzten Tagen war viel die Rede von dem mehrtägigen Stromausfall in einigen Stadtteilen Berlins. Oh ja – schlimme Sache! Und leider gibt es dauernd und überall – seit einiger Zeit immer mehr! – dunkle Figuren, die solches Leid bewusst herbeizuführen versuchen.

Aber weshalb hat dieser Sabotageakt SO VIELE Menschen SO LANGE betroffen?

Nein, es war kein kleines Bisschen “die Energiewende”, wie manche Skeptiker gleich wieder geraunt haben, und schon gar nicht “die Abkehr vom Atomstrom”. Es war vielmehr die Tatsache, dass die Stromversorgung dieser Teile von Berlin – aus historischen Gründen – von einer EINZELNEN (!) Kabeltrasse abhängig war. Aus energiewirtschaftlicher Sicht eigentlich ein Unding! Aber man hatte es aus Kostengründen leider versäumt, nach dem Mauerfall hier vorsorglich in eine wirkliche NETZ-Struktur zu investieren. Die wäre bei Weitem nicht so leicht verwundbar gewesen!

Hier in Baden-Württemberg haben wir – infolge weitsichtiger Planungen – überwiegend stabilere, “resilientere”, echte NETZ-Strukturen. Genauso auch bei der Wasserversorgung: Esslingen zum Beispiel ist sowohl an die Landeswasserversorgung als auch an die Bodenseewasserversorgung angeschlossen. Ein echtes Plus bei der Versorgungssicherheit!

Aber – es gibt da weltweit ein Problem, das auch uns buchstäblich den Hals abschnüren könnte – nämlich bei der Ernährung:  denn leider haben wir gerade hier keine vielfältig strukturierten, stabilen Netze mehr, sondern in sehr bedrohlichem Ausmaß “einseitige Abhängigkeiten”:

Inzwischen teilen nur noch einige wenige Großkonzerne (darunter Bayer und BASF) den gesamten Weltmarkt für Pestizide, Dünger, Landmaschinen unter sich auf. Besonders problematisch: auch beim Saatgut!

Und was ist beim Lebensmitteleinzelhandel? Der wird in Deutschland zu 88 % von nur vier Supermarktketten kontrolliert.

Solche Abhängigkeiten, wie gesagt: hochgefährlich! Näheres dazu in der neuen Studie “Konzernatlas” von BUND und Heinrich-Böll-Stiftung.