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Die Entscheidung, die Stadtbücherei in das ehemalige Modehaus zu verlegen, ist ein Glücksfall für die Innenstadt. Der neue Standort bietet ideale Voraussetzungen: Das Gebäude ist modern, barrierefrei, hell und großzügig. Die offenen Räume lassen sich vielfältig nutzen – mit Bereichen für Kinder, ruhigen Lern- und Leseplätzen, Gruppenarbeitsbereichen und einem gemütlichen Café. Auch die praktische Seite überzeugt: Eine großzügige Ausleihe, moderne Rückgabemöglichkeiten sowie ein 24-Stunden-Bereich machen den Ort nutzerfreundlich und zukunftsfähig. Damit wird die Bücherei zu einem echten Treffpunkt für alle Generationen.
Wirtschaftlich betrachtet ist dieser Standort ebenfalls ein Gewinn. Eine Bibliothek bringt regelmäßig viele Besucher:innen in die Innenstadt. Sie alle beleben das Umfeld, kehren beim Bäcker ein, besuchen Cafés und Geschäfte. Für den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und die Innenstadt insgesamt ist sie ein Frequenzbringer von hoher Qualität.
Der Wunsch mancher, an dieser Stelle wieder ein Modehaus anzusiedeln, ist unrealistisch. Modehäuser wählen bewusst 1A-Lagen in Hauptgeschäftsstraßen – dort, wo die Passantenfrequenz am höchsten ist. Die Lage des ehemaigen Modehaus Kögel zählt nicht mehr dazu. Solche Standorte werden, wenn überhaupt, von Discountern genutzt. Gerade deshalb ist die Bücherei hier die beste Lösung: Sie bringt Leben, Qualität und eine neue Form von öffentlicher Nutzung in die Innenstadt – dauerhaft, zugänglich und wertvoll.
Dazu empfehlen wir den Podcast „Lesesaal oder Wohnzimmer – Welche Zukunft haben Bibliotheken?“ in der ARD Audiothek. Zudem laden wir alle Interessierten zu unserer Versammlung am 11.11. um 20 Uhr im Komma ein.

